Ade, Adi Specht
Unser Lehrer Adolf Specht geht nach 35 Dienstjahren in Heilig Kreuz in den Ruhestand.

Lieber Adi, dazu hier einige Zeilen. Aufgewachsen bist Du in Oberpeiching, einem Ortsteil von Rain am Lech. Dort besuchtest Du die acht Klassen der Volksschule, wobei sich immer alle acht Jahrgänge gemeinsam in einem Klassenzimmer befanden.
Nach der Schule kamen einige „Wanderjahre“ zu verschiedenen Baufirmen (Hochbau, Kanalbau, Zimmerei, Fliesenlegen). Der Abschluss der Berufsaufbauschule in Neuburg an der Donau war das Sprungbrett zum Besuch des Bayernkollegs in Augs-burg (Abitur). Nun ging´s zum Studieren nach München. Die Studienfächer waren Physik, Chemie und Biologie für das Lehramt an Realschulen. Nach dem Referendariat in Ebersberg und Aichach hat Dir 1975 Direktor Pater Zangerl zu einer Lebensstellung in Heilig Kreuz verholfen. Die Schüler waren damals sittsam, die Lehrer vornehm und a bisserl leger. Es herrschten Ordnung und Recht. Wie komme ich hier auf Ordnung und Recht?
Ich glaube, sie gehörten zu Deinen Leitmotiven. Als Erster Vorsitzender der Mitarbeitervertretung hast Du uns immer alles zur Dienstordnung und zu Rechtsfragen erklärt. In schwierigen Fällen sogar in lateinischer Sprache. Bei Deinen Reden zu besonderen Anlässen hast Du sicherheitshalber gleich in dieser Sprache begonnen. Ich konnte keine Quellen finden, die gezeigt hätten, dass jemals ein Lehrer in Heilig Kreuz mehr Abschlussklassen als Klassleiter zur mittleren Reife geführt hat als Du. Das ist ein Hinweis auf Lehr-Kraft. Kraft und Ausdauer benötigten wir bei unseren gemeinsamen Klettereien und Bergtouren (auch über die 4000er-Grenze). Und das ist mein Wunsch: Auch wenn wir den Schwierigkeitsgrad nicht mehr steigern können, die Quantität der gemeinsamen Gipfelerlebnisse in einer altersgemäßen Qualität soll keine Ruhestandsgrenze erfahren. Natürlich zusammen mit Deiner Frau Gertrud. Die anderen guten Wünsche sind selbstverständlich…
Anton Heinrich
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